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Kooperation bei der Schulsozialarbeit

Das gibt es nur im Kreis Plön: Schulen, Jobcenter, Arbeitsagentur und Kreis ziehen bei der Sozialarbeit mit Schülern des Berufsbildungszentrums (BBZ) an einem Strang. Ein Kooperationsvertrag für drei Jahre wurde am Dienstag unterzeichnet.

Foto mit Begleittext

 
Bild: Gruppenbild.
Kooperation besiegelt: (von links) Michael Knapp (Agentur für Arbeit Kiel),
Gerhard Kerssen (Jobcenter Kreis Plön), Landrätin Stephanie Ladwig,
Schulrat Stefan Beeg und BBZ-Geschäftsführer Axel Böhm unterzeichneten den Vertrag.
Foto: Böttcher, KN 

Er soll den beteiligten Partnern ein Stück Verbindlichkeit an die Hand geben bei dem Versuch, Jugendlichen eine Orientierungshilfe zu sein. BBZ-Schulleiter und Geschäftsführer Axel Böhm präsentierte mit dem Vertrag eine Liste von Ansprechpartnern, die sich künftig um solche Problemfälle kümmern werden wie die 128 Jugendlichen, die trotz aller schulischen Angebote im Dezember 2015 beim Jobcenter Plön arbeitslos gemeldet waren. Andere kämen gar nicht erst so weit, weil sie die Hemmschwelle zum Jobcenter oder zur Arbeitsagentur scheuten.

Wir haben uns die Frage gestellt: Was können wir tun, damit uns diese Jugendlichen nicht verloren gehen?, sagte Böhm. Die Antwort lautet: eine zentrale Anlaufstelle schaffen und bewährte Maßnahmen bündeln. Eine Schlüsselrolle hat hier Sabine Schick, die seit 2009 Schulsozialpädagogin am BBZ Plön ist.

Alle anwesenden Partner lobten die gute Zusammenarbeit in der Schullandschaft des Kreises, wie Schulrat Stefan Beeg sagte. Landrätin Stephanie Ladwig brach eine Lanze für die Jobcenter: Sie stünden für den Übergang aus der behütenden Schule und böten Unterstützung bei Ratlosigkeit.

Denn viele Jugendliche und ihre Eltern kapitulierten bei der Suche nach dem richtigen Weg in den Beruf, erklärte Gerhard Kerssen, Leiter des Jobcenters Plön. Hilfe ist dringend geboten. Kein junger Mensch darf dem schulischen und beruflichen Feld verloren gehen.

Die neue Kooperation ist mit Kerssens Worten ein notwendiger Schritt, um die verschiedenen Aktivitäten in ein strukturiertes Verfahren zu überführen. Auch der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel, Michael Knapp, betonte: Problemfälle sollten aus einer Hand bedient werden.

Der Kooperationsvertrag Schulsozialarbeit im Übergang will allen Jugendlichen, die im Kreis Plön berufsschulpflichtig sind oder ein Schulverhältnis mit dem Berufsbildungszentrum haben, ermöglichen, ihren individuellen Bildungsweg zu beginnen, zu beenden oder Perspektiven und Chancen in einer Ausbildung zu erkennen und zu realisieren. Sofern die Betroffenen zustimmen, werden alle vorliegenden Daten genutzt.

Den ersten Kontakt zu einem Schüler oder einer Schülerin sucht generell das BBZ. Im zweiten Schritt werden Fachkräfte der benötigten Rechtskreise hinzugezogen - also etwa von Jobcenter oder Arbeitsagentur, vom Amt für Jugend und Sport oder vom Amt für Soziales.

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