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Neues Beratungskonzept

Job-Center Lütjenburg wird erst im Januar 2016 seine Arbeit voll aufnehmen - dann aber mit mehr Service

Foto mit Begleittext

 
Bild: Gruppenbild.
Auf den Stufen des noch geschlossenen Job-Centers in Lütjenburg:
(von links) Gerhard Kerssen, Stadtreferent Stefan Leyk
und Dirk Sohn.
Foto: Wilhelmy, SHZ 

Die Zukunft des Job-Centers Lütjenburg ist gesichert, das war die positive Nachricht, die der Leiter des Job-Centers im Kreis Plön, Gerhard Kerssen, verkündet hat. Die schlechte ist, dass das Job-Center Lütjenburg erst im Januar 2016 wieder seine Arbeit voll aufnehmen wird. Dann aber mit einem erheblich ausgeweitetem Angebot und Service.

Wir brauchen die Ansprechpartner vor Ort, betonte auch Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn. Die zeitweise Schließung der Lütjenburger Außenstelle begründete Kerssen mit der Einführung neuer Software und Schulungsprogrammen für die Mitarbeiter auf eine für sie neue Ebene. Die Beratungsqualität wird auf eine neue Stufe gehoben. Wir werden jetzt vieles selbst machen, was wir früher eingekauft haben, erläuterte Kerssen das neue Konzept, das parallel auch in den anderen Job-Centern in Plön, Preetz und Heikendorf eingeführt werden soll. Weil dies nur mit einer intensiven Mitarbeiterschulung möglich war, mussten Stellen zusammengefasst werden. Dies führte dazu, dass Lütjenburger Kunden des Centers lange Wege nach Plön bewältigen mussten, wenn sie etwas vom Amt wollten.

Gegenwärtig betreut die Lütjenburger Außenstelle des Job-Centers 850 Klienten, darunter sind noch rund 100 Jugendliche ohne Job. Es ist die geringste Zahl im Kreis Plön. In Plön selbst sind es wie in Heikendorf 1200 und weitere 1700 in Preetz. Derzeit werden vom Job-Center zentral neue Fall-Manager ausgebildet, die künftig die Arbeit vor Ort koordinieren werden. Ihnen zur Seite stehe sogenannte Coaches, die die Kunden beraten und auch mental begleiten werden. Der Personenkreis, den wir betreuen, wird immer problematischer, sagte Kerssen. Übrig bleiben meist die, die nicht mehr oder nur noch schwer zu vermitteln sind.

Ende 2015 werden dem Job-Center im Kreis Plön fünf neue Fall-Manager in Vollzeit zur Verfügung stehen. In Lütjenburg kommen dann drei bis vier Coaches hinzu. Ziel ist, die Antragsteller beruflich und persönlich auch über einen längeren Zeitraum zu begleiten, um Vermittlungshemmnisse abzubauen. Das geht über eine fachliche berufliche Beratung hinaus bis zur psychologische Begleitung. Denn viele der Kunden haben Schulden, Suchtprobleme oder andere Hemmnisse zusätzlich zu fehlenden Qualifikationen.

Diese intensive Art der Betreuung ist für alle Stellen in den Job-Centern neu im Kreis Plön, so Kerssen. Damit stelle man sich auf eine neue Situation sein - gab es früher zu wenige Jobs, gibt es heute mehr freie Stellen, die aber nicht besetzt werden können, weil geeignete Bewerber fehlen. Da will das Job-Center nun mit neuem, nachhaltigeren Konzept ansetzen. Wobei sich alle Beteiligten darüber im Klaren sind, dass demnächst auch noch die Frage von Jobs und Vermittlung von Flüchtlingen ein Thema sein wird – über das allerdings im Augenblick noch nicht konkret nachgedacht wird. Öffnen wird das Job-Center Lütjenburg ab Mitte Januar dann wieder täglich von 8 bis 12.30 Uhr und donnerstags auch von 14 bis 18 Uhr.

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