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Jobcenter ein Erfolgsmodell

Seit zehn Jahren gibt es Hartz IV für Menschen, die lange arbeitslos sind. Die damalige Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe sind zusammengelegt. Das ist der größte Erfolg der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder, urteilte Stefan Leyk, Vorsitzender der Trägergesellschaft des Jobcenters, im Rückblick.

Leyk stellte am Donnerstag vor der Presse vor allem die bessere Berufsberatung und Förderung im Vergleich zu früher heraus. Die Sozialämter seien in dieser Hinsicht nicht so leistungsfähig in der Vermittlung gewesen wie heute das Jobcenter, das im Kreis Plön von der Arbeitsagentur und dem Kreis organisiert wird.

Auch der Leiter der Arbeitsagentur Kiel, Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, zieht eine positive Bilanz. Das Prinzip Fördern und Fordern habe sich bewährt. Das Jobcenter funktioniere im Gegensatz zum früheren Sozialamt nicht nur als eine Institution, die Geld gibt, sondern auch die Integration auf dem Arbeitsmarkt fördert. Ein Leitsatz des Jobcenters sei auch, den Menschen über eine neue Arbeit das Gefühl zu geben, in der Gesellschaft gebraucht zu werden.

Foto mit Begleittext

 
Bild: Logo Jobcenter.
Die Arbeitsagentur und der Kreis Plön ziehen über zehn Jahre Hartz IV eine positive Bilanz.
Foto: Schekahn, KN
 

Landrätin Stephanie Ladwig nannte die größte Sozialbehörde im Kreis ein Erfolgsmodell. Parallel zu den sinkenden Arbeitslosenzahlen wachse die Wirtschaft im Kreis Plön. Seit 2005 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um 12,5 Prozent angestiegen und liege nun bei 25000.

Jobcenter-Chef Gerhard Kerssen untermauerte diese Einschätzung durch Zahlen. Seit 2005 vermittelte das Jobcenter 17500 Menschen im Kreis Plön eine Arbeitsstelle. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank vom Spitzenwert 5062 (2006) auf zuletzt 3664.

Zu Beginn des Jobcenters (damals noch unter dem Namen Arge) waren bei der Behörde 3080 Langzeitarbeitslose gemeldet. Dank der besseren Konjunktur und den Bemühungen bei der Integration sank sie auf 2237.

Die relativ guten Zahlen bewirken aber auch negative Effekte. Das Jobcenter erhält vom Bund immer weniger Zuschüsse für Eingliederungsmaßnahmen. 2010 konnte Kerssen noch mit 13,3 Millionen Euro wirtschaften. 2015 sinkt diese Zahl auf 7,7 Millionen Euro. Kerssen: Je erfolgreicher wir sind, desto weniger Geld bekommen wir.

Zum zehnten Geburtstag seiner Behörde äußerte Kerssen auch einige Wünsche. 70 Gesetzesänderungen mussten die Mitarbeiter bislang umsetzen. Dazu kamen diverse Veränderungen der Arbeitsabläufe. Kerssen: Für die nächsten zehn Jahre wünsche ich mir Kontinuität in den internen Abläufen, einen verlässlichen Finanzrahmen und eine stabile Personalausstattung.

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