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Viele Plöner arbeiten in Kiel

Plön. In welchen Branchen und in welchen Orten finden Arbeitssuchende schnell eine Beschäftigung, wie häufig führt der neue Job zu einem Wohnungswechsel? Frische Erkenntnisse dazu sollen für die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung im Kreis Plön nun genutzt werden.

Die Jobcenter in Kiel und Umgebung hatten Prof. Dr. Annekatrin Niebuhr von der Christian-Albrechts-Universität beauftragt, die Arbeitsaufnahmen von 2005 bis 2010 in der Region Kiel zu erstellen. Jetzt übergab Gerhard Kerssen, Geschäftsführer des Plöner Jobcenters, Landrätin Stephanie Ladwig die 106-seitige Studie (Foto unten).

Foto mit Begleittext

 
Bild von links: Gerhard Kerssen und Landrätin Stephanie Ladwig
Arbeitsmarkt-Analyse bringt neue Erkenntnisse über Pendler
 

Meine Vorahnungen haben sich zumeist bestätigt. Überrascht bin ich über die Zahlen im Baugewerbe, war Kerssens Resümme nach einer ersten Auswertung. Im Baugewerbe seien kreisweit mit knapp 18 Prozent die meisten Arbeitsverhältnisse von Arbeitssuchenden aufgenommen worden, obwohl das Baugewerbe insgessamt nur einen Beschäftigungsanteil von rund elf Prozent habe.

Fast zwei Drittel derer, die zwischen 2005 und 2010 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung neu angenommen haben, fahren zur Arbeit außerhalb des Kreises. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer pendelte täglich zumeist in die Landeshauptstadt. Zugleich seien rund 2000 Arbeitnehmer aufgrund der Jobsuche mit ihren Familien aus dem Kreis Plön weggezogen, so Kerssen.

Die Studie gebe Aufschluss über die Arbeitsmarktstrukturen von Fachkräften, Ungelernten und gering Qualifizierten, aber auch über Pendlerzahlen von hochqualifizierten Arbeitnehmern, die im Kreis Plön wohnen. Lediglich zwölf Prozent von ihnen würden auch im Kreis arbeiten. Das liege nicht zuletzt daran, dass es im Kreis Plön keine Industrie gebe, sagte Kerssen.

Der Blick in die Vergangenheit gibt uns Aufschlüsse für die Zukunft, betonte Landrätin Stephanie Ladwig. Bedenklich nannte die Landrätin die Tatsache, dass gerade qualifizierte Arbeitnehmer den Kreis verlassen würden. Nach detaillierter Auswertung will Ladwig arbeitsmarktrelevante Verbände und die Wirtschaftsförderung an einen Tisch holen, um zukunftsorientiert zu planen.

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