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Gemeinsam für Arbeitskräftesicherung

Von dem akut drohenden Mangel an Arbeitskräften bleibt Lütjenburg nicht verschont. Um rechtzeitig gegenzusteuern und mitzuhelfen, den heimischen Betrieben Fachkräfte zu sichern, hat er gemeinsam mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft sowie der Wirtschaftsvereinigung einen Pakt als Modellprojekt geschlossen.

Lütjenburg. Bürgermeister Dirk Sohn sieht als Hauptursache nicht nur die demografische Entwicklung, sondern auch Folgen des Bundeswehr-Abzuges in Verbindung mit Kaufkraftverlust und eine überproportional hohe Zahl von Arbeitslosen im Kreisvergleich.

In einer Vereinbarung, die am Montagnachmittag im Ratssaal unterzeichnet wurde, erklären die Partner ihre Bereitschaft zur engen Zusammenarbeit und zum Aufbau eines Netzwerkes mit Gewerbetreibenden, Dienstleistern, Handwerkern und Gastronomen, um das vorhandene Potenzial an möglichen Bewerbern in der Region gezielt zu fördern. Wir leiten frühzeitig Aktivitäten ein, um das qualitative und quantitative Arbeitskräfteangebot zu erhalten und zu verbessern, erklärte Dirk Sohn.

Foto mit Begleittext

 
Bild von links: Christiane Untiedt (Wirtschaftsvereinigung), Gerhard Kerssen (Jobcenter Plön), Bürgermeister Dirk Sohn, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann (Agentur für Arbeit) und Harald Plath (Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön).
Die Vereinbarung Zukunft in Lütjenburg unterzeichneten im Ratssaal (v. l.) Christiane Untiedt (Wirtschaftsvereinigung), Gerhard Kerssen (Jobcenter Plön), Bürgermeister Dirk Sohn, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann (Agentur für Arbeit) und Harald Plath (Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön).
Foto: Peter Braune, KN
 

Für den Plöner Jobcenter-Chef Gerhard Kerssen, der sich nach einem lockeren Gespräch mit dem Bürgermeister schnell zur Mitarbeit bereit erklärt hatte, ist der Weg klar vorgezeichnet. Möglichst vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die noch nicht über eine berufliche Qualifikation verfügen, muss dies ihrem Leistungsvermögen entsprechend ermöglicht werden, am besten bis zu einem vollständigen Berufsabschluss. Das gilt vor allem für Arbeitslose.

Einigkeit bestand bei den Partnern des Projektes Zukunft gestalten und sichern - Zukunft haben auch darüber, dass die Arbeitgeber ebenfalls ihren Beitrag zur Lösung des drohenden Probleme leisten müssten. Deshalb gehöre zur Konzeption auch eine kontinuierliche Mitarbeiterschulung und Weiterqualifizierung. Unsere Betriebe müssen ihren Mitarbeitern mehr bieten als nur einen Arbeitsplatz. Mit Fantasie und speziellen Angeboten gelingt auch eine bessere innere Bindung an das Unternehmen, erklärte die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Christiane Untiedt. Dafür fand Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Kiel, den richtigen Begriff. Es müsse Nestwärme erzeugt werden. Gleichzeitig appellierte er an die Gewerbetreibenden, rechtzeitig freie Stellen zu melden und mitzuhelfen, Bedarfe zu ermitteln.

Harald Plath, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ostholstein/Plön, sieht die Gefahr, dass durch den Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung schon in der Bauphase Arbeitskräfte abgeworben werden. Auch deshalb müsse rechtzeitig vorgesorgt und schon in allgemeinbildenden Schulen für Berufseinstiegsbegleitung gesorgt werden.

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