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Weniger Arbeitslose im Kreis Plön

Kreis Plön - Es gab vergangenes Jahr 264 weniger Arbeitslose im Kreis Plön - in der Summe waren 3488 Erwerbsfähige als arbeitslos registriert. Das vermeldete Gerhard Kerssen, Geschäftsführer des Plöner Jobcenters, in seiner Jahresbilanz 2012.

Zwar habe die Agentur für Arbeit, die ausschließlich Bezieher des Arbeitslosegeld I betreut, 108 Arbeitslose mehr als im Vorjahr (insgesamt 1.507) gezählt. Doch die Zahl derjenigen, die auf Arbeitslosengeld II angewiesen, das heißt, beim Jobcenter registriert sind, habe sich gegenüber 2011 um 372 reduziert. Im Dezember habe die Summe der hier Gemeldeten 1.981 betragen. Zu dieser Gruppe zählten 972 Langzeitarbeitslose beziehungsweise 722 50- bis unter 65-Jährige. Insgesamt 1.492 Arbeitslose hätten 2012 ein neues Arbeitsverhältnis beginnen können, freute sich Kerssen.

Vergangenes Jahr habe insbesondere die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung (Agentur für Arbeit) im Fokus des Jobcenters gestanden. Es gelang, allen ausbildungsreifen Jugendlichen der Abschlussklassen des vergangenen Jahres eine Lehrstelle zu vermitteln, verdeutlichte Kerssen. Grundsicherung hätten dennoch elf Jugendliche mehr als im Vergleichszeitraum 2011 erhalten. Der Grund für ihre Arbeitslosigkeit sei aber nicht Mangel an Ausbildungsplätzen, sondern multiple Hemmnisse, die eine Vorbereitung auf das Berufsleben notwendig machten.

Foto mit Begleittext

 
Bild von links: Landrätin Stephanie Ladwig, Stefan Leyk (Vorsitzender der Träger­versammlung), Gerhard Kerssen, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, und Ulrich Mietschke
Von links: Landrätin Stephanie Ladwig, Stefan Leyk (Vorsitzender der Träger­versammlung),
Gerhard Kerssen, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, und Ulrich Mietschke.
Foto: Der Reporter
 

Auch die Generation 50plus stehe im Blickfeld der Einrichtung. Das Anfang Juni eingeführte Projekt Mitnmang habe bereits eine Abnahme um 44 Personen aus der Gruppe der arbeitslos gemeldeten über 50-Jährigen bewirkt, lobte Kerssen die neue berufliche Integrationsmaßnahme des Jobcenters. Weiterhin sei auch die Reduktion der Armut weiter fortgeschritten. Die Bilanz der Bedarfsgemeinschaften - diese sind hilfsbedürftige Familien beziehungsweise auf Arbeitslosengeld II Angewiesene - weise eine Verringerung um 207 Haushalte auf. 290 Erwerbsfähige und insgesamt 466 Betroffene, die diesen Haushalten angehören, seien hier zuzuordnen. Insgesamt seien 3.681 solcher Bedarfsgemeinschaften verzeichnet - 3.888 waren es entsprechend 2011. Anfang des Jahres hätte die Zahl noch abgenommen. Enthalten seien 751 Haushalte Alleinerziehender gegenüber 813 im Vorjahr.

Die Bildungskarte als relativ junges Hilfsmittel für bedürftige Kinder müsse sich noch weiter herumsprechen, da gerade die Haushalte, die es nötig hätten, sie nicht angenommen hätten, erklärte Kerssen. Zugang zu Kita-Essen, Mittagsverpflegung, Nachhilfe, Ausflügen oder Vereinsaktivitäten sei mit Hilfe der Karte möglich.

Nicht ganz unproblematisch sah Kerssen die derzeitige Verringerung der für die Jobcenter freigestellten Mittel - so müsse der Haushalt des Jobcenters bei der Betreuung im laufenden Jahr mit deutlich geringerem Budget auskommen. Da der Betrieb der Jobcenter mit Blick auf die Kosten unverändert bleibe, betreffe dies insbesondere den Eingliederungsbereich. Mit circa 10.064.218 Euro rechnet Kerssen für dieses Jahr, das seien 543.799 Euro weniger als 2012. Etwa 6,9 Millionen Euro des Budgets würden auf Verwaltungsausgaben des Jobcenters und Aufwendungen im Rahmen der Verwaltung eines Sonderprogramms entfallen. 2,6 Millionen würden als Leistungen für die Arbeitslosen verwendet, 0,5 Millionen für Integrationsaufwendungen im Rahmen des Sonderprogramms.

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