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Jobcenter Plön eine Erfolgsgeschichte

In den vergangenen acht Jahren flossen vom Job­center Plön 443 707 807 Euro
in die Bekämpfung der Armut und Arbeits­losigkeit

Plön. Eine durchweg positive Bilanz meldete Geschäfts­führer Gerhard Kerssen vom Job­center Kreis Plön gestern für das zurück­liegende Jahr. Und über­haupt: das Wirken der ver­gangenen acht Jahre seit Bestehen des Job­centers ist von Erfolg gekrönt. In den Jahren flossen vom landes­weit kleinsten Job­center 443 707 807 Euro in die Be­kämpfung der Armut und Arbeits­losigkeit. Damit habe sich das Job­center zur größten Ein­richtung der sozialen Sicherung und aktiven Be­schäftigungs­politik im Kreis ent­wickelt, be­kräftigte Kerssen.

2012 sank im Job­center die Zahl der Arbeits­losen um 372 Frauen und Männer. 1492 Arbeits­losen (28 Prozent) wurde eine Arbeit ver­mittelt. Auch alle Jugend­lichen aus den Abschluss­klassen 2012 fanden einen Aus­bildungs­platz. 137 junge Arbeits­lose unter 25 Jahren erhalten wegen viel­schichtiger Gründe eine vor­bereitende Berufs­reife.

Erfreulich, so Kerssen, seien auch die Er­gebnisse bei der Be­kämpfung der Hilfe­be­dürftigkeit oder Armut im Kreis Plön. Innerhalb eines Jahres reduzierte sich die Zahl der Bedarfs­ge­meinschaften, die auf Arbeits­losen­geld II ange­wiesen ist, um 207 Haus­halte mit 466 Personen. Bei den Allein­erziehenden wurden 62 Frauen und Männer in Arbeit gebracht. Kerssen: Damit er­reichte das Plöner Job­center das zweitbeste Ergebnis der Job­center im Bundes­gebiet.

Foto mit Begleittext

 
Bild von links: Stefan Leyk (Vorsitzender der Träger­versammlung), Landrätin Stephanie Ladwig, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Gerhard Kerssen und Ulrich Mietschke
Zufriedene Gesichter nach der Bilanz­vorstellung (von links): Stefan Leyk (Vorsitzender der Träger­versammlung), Landrätin Stephanie Ladwig, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Gerhard Kerssen und Ulrich Mietschke (Beirats­vorsitzender Jobcenter).
Foto: Kerstin Ahrens, shz
 

Die Entwicklung der vergangenen acht Jahre belegte den positiven Trend. Waren es im Januar 2006 noch 5109 Bedarfs­ge­meinschaften mit 9753 Personen, die unter­stützt wurden, so reduzierte sich die Zahl bis Januar dieses Jahres auf 3672 Gemein­schaften mit 7004 Menschen. Im gleichen Zeit­raum gingen die Werte der erwerbs­fähigen Hilfe­bedürftigen von 6945 auf 5015 zurück. Die kreisweite Arbeits­losigkeit reduzierte sich in acht Jahren um 40 Prozent.

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Be­schäftigten ist in den ver­gangenen zehn Jahren im Kreis Plön stetig ge­stiegen. Mit 23 941 Beschäf­tigten liegt der Wert um 260 (1,1 Prozent) über dem des Vor­jahres. Kerssen: Ein respektables Ergebnis, das nicht zuletzt der Stärke der lokalen Wirtschaft zu verdanken ist.

Sorgenfalten bekommt Kerssen mit Blick auf die Finanzen. 2005 standen dem Job­center mit Stand­orten in Plön, Preetz, Heikendorf und Lütjen­burg noch vier Millionen Euro für den Verwaltungs­haushalt und 7,1 Millionen für Ein­gliederungs­maßnahmen zur Ver­fügung. Das Budget 2013 sieht bei normal ent­wickelten Verwaltungs­haushalt von 6,1 Millionen Euro nur noch Ein­gliederungs­maßnahmen von 2,6 Millionen Euro zu­züglich rund einer Million für die berufliche Inte­gration der Alters­gruppe 50 plus vor. Seit Be­stehen des Projektes, im Juni 2012, sank die Arbeits­losig­keit der über 50-jährigen um fünf Prozent.

Dem drastischen Rückgang des Etats wirkt das Job­center mit selbst akquirierten För­der­mitteln aus dem Euro­päischen Sozialfond und Sonder­mitteln entgegen. Bevor die Projekte in diesem Jahr aus­laufen, kann das Job­center noch mit ge­schätzten 500 000 Euro rechnen. Neue Förder­pakete sollen voraus­sichtlich 2014 aufgelegt werden.

Das Jobcenter aufzubauen war eine gute Ent­scheidung. Es ist eine beein­druckende Bilanz und eine Erfolgs­story, lobte Landrätin Stephanie Ladwig die erfolg­reiche Arbeit von Gerhard Kerssen und seinem Team. Nicht die Orga­nisations­form, sondern das, was man daraus mache, sei maß­geblich. Das Job­center habe vor Ort Themen wie den demo­grafischen Wandel, Fach­kräfte­mangel und ältere Arbeits­lose individuell und ideen­reich in Angriff genommen, sagte Ladwig. Die Ent­wicklung des Job­centers im Kreis Plön sei landes­weit für das Jahr 2012 die Beste, betonte Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Vorsitzender der Ge­schäfts­führung der Agentur für Arbeit in Kiel.

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