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Hilfe im Haushalt und bei Einkäufen

Preetz. Auf der einen Seite stehen die Menschen, die Hilfe im Haushalt gebrauchen könnten, auf der anderen solche, die keine Arbeit haben. Diakonie, Jobcenter und der Pflegestützpunkt Im Kreis Plön wollen diese Gruppe nun zusammenfügen. Alltagshilfe heißt ein neues Angebot, das im Haus der Diakonie in Preetz koordiniert wird.

Aus vielen Randgesprächen erfahren wir immer wieder, dass es vor allem bei älteren und dementen Menschen einen Bedarf an Haushaltshilfen und Betreuung im Alltag gibt. Aber bisher hatten wir keine Adresse, an die wir die Menschen weiterleiten konnten, erklärte Petra Rink, pädagogische Leiterin beim Diakonischen Werk. Im vergangenen halben Jahr hätten sich Diakonie, Jobcenter und Pflegestützpunkt daher nun zusammengefunden und das Angebot entwickelt.

Foto mit Begleittext

 
Bild mit Frau Nickel, Frau Rink, Frau Willsch, Frau Adamczewski, Herr Kerssen, Frau König
Ziehen für das Angebot der Alltagshilfe an einem Strang (von rechts):
Daniela König, Gerhard Kerssen, Nicole Adamczewski, Birthe Willsch, Petra Rink und Doreen Nickel
Foto: Jacobs, KN
 

In einem ersten Schritt sei es zunächst einmal darum gegangen, zu ermitteln, ob die Alltags­hilfen auch wirklich ange­nommen würden. Wir haben drei Monate bei Pflege­stationen nach­gefragt. Es hat sich er­geben, dass es im gesamten Kreis Plön einen großen Bedarf gibt, erklärte Daniela König vom Pflege­stütz­punkt, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Nicole Adamczewski eine Lotsenfunktion für das Projekt über­nommen hatte. Etwa in jedem zweiten Ge­spräch sei der Wunsch nach Unter­stützung deutlich geworden.

Zeitgleich hatte zudem das Jobcenter Kreis Plön ein Projekt zur Ver­mittlung von Arbeits­losen über 50 Jahre auf­gesetzt. Für Jobcenter-Chef Gerhard Kerssen sei es angesichts des Bedarfs an Alltags­betreuung denn auch keine Frage gewesen, dass sich da etwas zusammen­bringen lasse.

Ermutigt fühlen sich die Kooperations­partner, dass nach der Kürze der Vorbereitungs­zeit bereits eine Frau für das Projekt ge­wonnen werden konnte. Seit rund zwei Wochen kümmere sie sich um sechs Per­sonen, erklärte Petra Rink. Die Frau sei für 25 Stunden sozial­versicherungs­pflichtig fest ange­stellt. Zu den Auf­gaben der Alltags­helferinnen und Alltags­helfer gehöre insbesondere die Unterstützung im Haus­halt und bei Ein­käufen, die Be­gleitung bei Arzt- oder Amts­besuchen sowie auch leichtere pflege­rische Einsätze wie zum Bei­spiel das Heraus­heben aus dem Roll­stuhl. Für die Tätig­keit ist keine große Aus­bildung not­wendig, wichtig ist aber, dass man lebenserfahren ist und mit älteren Menschen umgehen mag, erklärte Jobcenter-Mitarbeiterin Doreen Nickel.

Die Fäden für das Projekt laufen jetzt bei der Leiterin des ambulanten Pflege­dienstes der Diakonie, Birthe Willasch, zusammen. Wer Alltags­hilfe braucht oder an­bieten möchte, er­reicht sie unter Tel. 0 43 42 / 71 57 0.

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