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Gute Chancen für über 50-Jährige

Plön. Im Jobcenter Kreis Plön werden die rund 800 über 50-jährigen Langzeitarbeitslosen ganzheitlich betrachtet. So werden ihre Gesundheit und die Fitness mit einem 10.000-Schritte-Programm beleuchtet und optimiert. Danach geht es gestärkt und selbstbewusst wieder in den Beruf. Und am Ende sind alle - auch die Familien - wieder glücklich. Auf diesen kurzen Nenner kann man das neue Projekt mitnmang des Jobcenter Kreis Plön bringen.

Bisher sind bereits 102 über 50-jährige Langzeitarbeitslose nach diesem Prinzip wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert worden. 225 sollen es am Ende des Jahres sein, lautet die Zielvereinbarung. Doreen Nickel und ihr neunköpfiges Team haben sich einiges vorgenommen. Dabei dürfen sie auch im Rahmen der Vorgaben kreativ, individuell aber bedarfsgerecht experimentieren. Der Lohn des Beschäftigungspaktes ist eine Bezuschussung von zusammen 4,1 Millionen Euro bis zum 31. Dezember 2015. Der Kreativität unserer Mitarbeiter sind keine Grenzen gesetzt, freute sich Gerhard Kerssen, Geschäftsführer im Jobcenter.

Landrätin Stephanie Ladwig sieht das Projekt sehr vielversprechend: Ältere Arbeitslose stehen mitten im Leben. Sie hätten meistens sehr viel Berufserfahrung gesammelt und seinen für die Unternehmenskulturen unverzichtbar. Arbeit stelle bei den Menschen eine herausragende Rolle im Lebensumfeld da.

Foto mit Begleittext

 
Bild von links:Dr. Schmidtke-Glamann, Frau Nickel, Herr Kerssen, Frau Ladwig
Feierten gestern das Projekt mitnmang in Plön:
(von links) Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Doreen Nickel,
Gerhard Kerssen und Landrätin Stephanie Ladwig.
Foto: Kuhr, shz
 

Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Kiel, meint, ältere und junge Arbeitnehmer hätten unterschiedliche Vorteile im Erfahrungsschatz oder der unterschiedlichen Auffassungsgabe. Ältere seien langfristig für ein Unternehmen sogar viel produktiver. Gerade mit dem Hintergrund des demografischen Wandels müssten alle Potentiale ausgeschöpft werden, war sich Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann mit Landrätin Stephanie Ladwig einig.

Teamleiterin Doreen Nickel sprach über die Arbeit in den ersten Monaten des Projektes mitnmang. Es würde über die Lebensgeschichten aber auch Brüche darin gesprochen. Die über 50-jährigen arbeitslosen Kunden hätten bereits viele Erfahrungen in ihren Leben gesammelt. Zunächst werde an ihrer Fitness und der Leistungsfähigkeit gearbeitet. Das beugt auch Krankheiten vor, sagte Doreen Nickel. Die Kunden erhielten einen Schritt-Zähler, dürften das Fitness-Studio nutzen und erhalten später auch Module eines Leistungssportlers. Und eine Projektvermittlerin bringe dann die Arbeit und die Kunden zusammen. Hier gebe es bereits viele Kontakte mit Pflegeheimen im Kreis Plön. Insgesamt werde mit dem Projekt mitnmang die Lebenssituation der Kunden deutlich verbessert.

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