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Bildungskarte auf dem Vormarsch

Preetz/Kreis Plön. Kinder sind lieb - und ganz schön teuer! Schon normal verdienende Eltern stöhnen, wenn die nächste Klassenfahrt angekündigt wird oder die Musikschule die Monatsrate abbucht. Für viele Familien aber ist dies schlicht unbezahlbar! Aktiv beim Sportverein? Zur Nachhilfe gehen, weil die Versetzung gefährdet ist? Selbst ein tägliches warmes Mittagessen in der Tagesbetreuung ist für eine große Kinderzahl noch keine Selbstverständlichkeit.

Foto mit Begleittext

 
Bild mit Herrn Rathmann und Herrn Gerdsen
Bildungskarte Anwendungstest bestanden:
Stefan Rathmann, Leiter der Schülerhilfe in Preetz, ist als Leistungsanbieter
von der Vereinfachung durch Bildungskarte begeistert. Über solche Rückmeldungen
freut sich auch der Teamleiter Dirk Gerdsen aus der Leistungsabteilung des Jobcenters.
 

Um dies zu ermöglichen wurde vor einem Jahr von der Bundesregierung das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket auf den Weg gebracht. Hiermit sollten zumindest Kinder, deren Eltern Hartz-IV-Leistungen beziehen, unterstützt werden. Lob, aber auch Kritik gibt es seither. Zum einen ließ die Bekanntheit bei den Eltern sowie den Multiplikatoren an Schulen, Kindertagesstätten und Vereinen noch Wünsche offen und die ausgeteilten Papiergutscheine wurden von den Nutzern eher als stigmatisierend, statt als Anreiz empfunden. Auch die Abrechnung der Leistungen bedeutete für die Leistungsanbieter, wie Vereine, Schulkantinen oder Bildungseinrichtungen, einen erheblichen Aufwand.

Um hier entgegenzuwirken hat das Jobcenter Kreis Plön mit dem Jobcenter Neumünster zusammen das Modell der Bildungskarte entwickelt - und ist mit dem Erfahrungen drei Monate nach dessen Einführung mehr als zufrieden: Die Auswahl der Leistungen und das Zahlungsverfahren ist jetzt denkbar einfach, freut sich Gerhard Kerssen, Geschäftsführer des Jobcenters im Kreis Plön, in einer Pressekonferenz, und durch die Bezahlung über das Internet wird den Kindern und auch den Vereinen der auffällige und aufwändige Papierkram erspart.

360 Kinder und Jugendliche im Kreis konnten schon mit der kleinen Plastikkarte ausgestattet werden, auch 150 Leistungsanbieter haben sich bereits für die Abrechnung der Bildungskarte registrieren lassen. Einer von ihnen ist Stefan Rathmann, Leiter der Schülerhilfe Preetz, auch er ist von der Vereinfachung begeistert. Das alte Verfahren war schon sehr zeitraubend, freut er sich jetzt über die eingesparte Zeit, die er lieber seinen Schülern widmen möchte. Nach seiner Erfahrung durch zurzeit neun Schüler, deren Nachhilfe über das Bildungspaket finanziert wird, sei auch das Handling für die Kinder unkompliziert.

Kein Wunder, dass das Pilotmodell des Plöner Jobcenters bundesweit Beachtung findet und Kerssen sowie die Teamleiter der Job-Center-Leistungsabteilung Sven Martensen und Dirk Gerdsen zur Präsentation der Karte vielgefragte Referenten sind. Insbesondere verfolgen sie aber das Ziel, dass von den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes über die Karte bei den potenziellen Nutzern aus Hartz-IV-Familien noch mehr Gebrauch gemacht wird.

Um dies zu erreichen, wurde vom Jobcenter im Kreis Plön eine kindgerechte Broschüre entwickelt, die die Möglichkeiten und das Verfahren der Bildungskarte reich bebildert und schnell erläutert. Das kleine Heft wird unter anderem bei den Jobcentern und Leistungsanbietern ausgelegt, Interessierte können sie auch direkt über das Jobcenter, Telefon: 04522-7646-100, beziehen.

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