Dekoration

Coole Karte statt Papierkram

Plön. (vn) Damit die "Teilhabe" am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft nicht an der Finanzkraft scheitert, wurde vom Gesetzgeber das Bildungs und Teilhabepaket auf den Weg gebracht. Hiermit soll Kindern und junge Erwachsenen aus bedürftigen Familien der Zugang zu Leistungen wie Lernförderung oder Schulausflügen sowie Sport-, Freizeit und Kulturangeboten ermöglicht werden. Allerdings erwies sich das Abrechnungsverfahren mit Rechnungen und Gutscheinen als "auffällig bürokratisch". Abhilfe schaffen hier nun die Jobcenter Plön und Neumünster, deren junge Kunden - aus Familien von Arbeitslosengeld-II-Empfängern - deutschlandweit als erste ein modernes und unbürokratisches Online-basiertes-Verfahren nutzen können. Für die Umsetzung im Plöner Jobcenter wurde am vergangenen Mittwoch die Frankfurter Firma Sodexo beauftragt, die nach den Vorgaben der beiden Vorreiter aus dem Kreis Plön und der Stadt Neumünster eine digitale Bildungskarte entwickelt hat.

Foto mit Begleittext

 
Bild mit Herrn Kerssen, Herrn Vlasceanu und Herrn Hippe
So sehen sie aus, die digitalen Bildungskarten, die Razvan Vlasceanu (Mitte) von der Herstellerfirma Sodexo für Gerhard Kerssen, Geschäftsführer Jobcenter Plön (rechts) und Thorsten Hippe, stellvertretender Geschäftsführer Jobcenter Neumünster, zur Ansicht mitgebracht hat. Die echten Bildungskarten gibt es ab 1. Dezember dann im praktischen Scheckkartenformat.
Foto: Nitsch
 

Bereits in der Entstehungsphase wurden Kinder an dem Projekt beteiligt, um eine kindgerechte Anwenderplattform aufzubauen, an der die Karten aufgeladen sowie Leistungen gebucht und abgerechnet werden können. In einem nächsten Schritt werden zirka 480 Leistungsanbieter wie zum Beispiel Nachhilfeeinrichtungen, Kantinen oder Sportvereine angeschrieben und über die vereinfachten Nutzung- und Abrechnungsmodalitäten informiert. Ab dem 1. Dezember findet nach und nach die Einführung der Karten bei den zirka 10.000 jungen Kunden statt, für eine Übergangszeit noch parallel zu den bereits ausgehändigten Gutscheinen. Durch den Schulterschluss von Neumünster und Plön wird es auch möglich sein, über die Stadt- bzw. Kreisgrenzen hinaus die Leistungen per Karte in Anspruch zu nehmen. Für die Zukunft erhoffen sich die Akteure, dass auch andere Verwaltungen die Kinder aus "Hartz-IVFamilien" betreuen, sich diesem System anschließen, um grenzüberschreitend möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine attraktive Auswahl an Leistungen bieten zu können.

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