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50 Jobs zu "verschenken"

Das Jobcenter Kreis Plön informiert am Mittwoch ab 16 Uhr im Kreistagssitzungssaal über Bürgerarbeit

Für große Vereine wird die Verwaltung der Mitglieder immer schwieriger. Wer soll die Arbeit noch ehrenamtlich leisten? Für Hilfe sorgt Gerhard Kerssen, Geschäftsführer im Jobcenter Kreis Plön. Er schafft im Kreis Plön 50 Bürgerarbeitsplätze. Das Projekt wird am morgigen Donnerstag (3. März) ab 16 Uhr im Kreistagssitzungssaal vorgestellt.

Die Vorarbeit für das Projekt Bürgerarbeit läuft bereits seit August des vergangenen Jahres, sagte Gerhard Kerssen gestern im OHA-Gespräch. Seit dieser Zeit werden kürzlich arbeitslos gewordene Menschen auf die Bürgerarbeit vorbereitet. Das Projekt, das bis Ende 2014 befristet ist, verschlingt zwar rund 4,3 Millionen Euro, davon 2,2 Millionen aus dem Jobcenter-Haushalt - aber es sorgt für Gewinner auf allen Seiten.

Es funktioniert ganz einfach: Ein Verein oder die Stadtpflege suchen eine zusätzliche Arbeitskraft. Es besteht ein öffentliches Interesse und es wird kein bestehender Arbeitsplatz bedroht. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, ist der Weg für einen Bürgerarbeitsplatz frei, sagte Kerssen. Bürgerarbeiter müssen dem Jobcenter gemeldet und mindestens ein halbes Jahr arbeitslos sein. In diesen sechs Monaten werden sie vom Jobcenter für ihre Bürgerarbeit qualifiziert.

Foto mit Begleittext

 
Bild mit Gerhard Kerssen
Hat alle Fördertöpfe stets im Blick:
Gerhard Kerssen, Geschäftsführer des Jobcenters in Plön.
Foto: Kuhr, SHZ
 

Jede der 50 geschaffenen Stellen wird vom Jobcenter für 30 wöchentliche Arbeitsstunden monatlich mit 1080 Euro bezuschusst. Für die meisten Träger bleibt die Beschäftigung eines Bürgerarbeiters damit kostenneutral. Kerssen: Es besteht auch keine Verpflichtung zur Übernahme des Bürgerarbeiters. Es kann sein, dass ein Bürgerarbeiter schon nach wenigen Monaten seiner Beschäftigung in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt wird. Das ist das Ziel, sagte Gerhard Kerssen. Der Bürgerarbeitsplatz werde aber gleich wieder besetzt. Innerhalb des Projektzeitraumes sollen so rund 150 Menschen den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt finden.

Hintergrund des Projektes ist, dass erst wenige Monate arbeitslos Gemeldete schnell wieder einen Platz im ersten Arbeitsmarkt finden, erklärte Gerhard Kerssen. Es sei besser, wenn man sich aus einem Arbeitsverhältnis heraus bewerbe. Damit profitierten nicht nur Vereine oder Träger von Maßnahmen von der Bürgerarbeit, sondern auch die Bürgerarbeiter selbst.

Derzeit haben wir 200 potentielle Arbeitnehmer, die für die Bürgerarbeit bereitstehen, freute sich Gerhard Kerssen. Es gebe bereits zehn "Arbeitgeber", die sich der ersten von zusammen 50 Bürgerarbeitsplätzen annehmen wollen. Das reiche vom Fahrer für die Tafel bis hin zum Mitarbeiter mit pädagogischem Hintergrund für Bildungsmaßnahmen. Für Antragsteller komme es stets auf eine gute Beschreibung der Aufgaben an, empfiehlt Gerhard Kerssen. An dem Thema Interessierte sind am morgigen Donnerstag im Kreistagssitzungssaal willkommen.

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