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AWO bildet Arbeitslose zu Seniorenbegleitern aus

Probsteierhagen/Preetz - Anke Elsen aus Preetz, Barbara Ene aus Stolpe und Diana Gerszekowa aus Kiel haben eines gemeinsam: Sie finden in ihren erlernten Berufen keine Arbeit. Über das Projekt "Seniorenbegleiter Pflege - Betreuung - Ernährung" des AWO-Bildungszentrums in Preetz hoffen sie - wie alle anderen der 22 arbeitslosen Teilnehmer auch - nach ihrer Ausbildung auf einen Arbeitsplatz als Pflegeassistent oder Betreuungskraft.

An diesem Tag ist Kochtag. Gerd Ramp zeigt den 22 Frauen und Männern in der Küche der Dörfergemeinschaftsschule Probsteierhagen, wie gesunde Kost zugleich raffiniert sein kann. "Vertrauen Sie auf Ihre Geschmacksnerven", rät er Anke Elsen. Sie kommt aus dem Rheinland, hat dort in der Sparkasse gearbeitet und musste sich nach dem Umzug nach Preetz neu orientieren. "Ich habe drei Praktika in der Altenpflege gemacht. Jetzt, mit dieser Ausbildung, habe ich sicher gute Chancen", ist sie überzeugt. Auch Barbara Ene, von Beruf Industriekauffrau, hofft nach einer Zeit der Selbstständigkeit auf einen Neubeginn in der Altenpflege, die sie in der Praxis bereits kennen gelernt hat. "Die Arbeit bringt mir viel Spaß und jetzt mit dieser Qualifizierung..." Die 55-Jährige ist zuversichtlich. Ebenso wie Diana Gerszekowa, Journalistin aus Bulgarien. Alle sind hoch motiviert, denn sie werden ihr Zertifikat am 31. März in Händen halten.

Foto mit Begleittext

 
Bild von der Übergabe des Kanus Dachs
Gerd Ramp ist für die praktische Ausbildung verantwortlich und zeigt den
angehenden Seniorenbegleitern Tipps und Tricks in der Küche.
Foto: Schmidt, KN
 

Dann haben die 22 Absolventen zwischen 25 und 60 Jahren ein halbes Jahr theoretische und praktische Ausbildung in Betreuung, Pflege und Ernährung älterer Menschen sowie der Vorbeugung von Mangelernährung hinter sich, können als Pflegeassistent oder auch als Betreuungskraft arbeiten.

Auf ihr Konzept, das durch den EU-Sozialfonds und das Land Schleswig-Holstein gefördert wird, ist Brigitte Ramp vom AWO-Bildungszentrum in Preetz "mächtig stolz". "Durch die drei Module haben die Teilnehmer ein gutes Grundgerüst und sind vielseitig einsetzbar", erklärte sie. Wichtig für Alleinerziehende: Die Kinderbetreuung wird ebenfalls über das Projekt abgesichert. Gemeinsam mit Florian Zurheide leitet sie in Zusammenarbeit mit der Arge Kreis Plön das arbeitsmarktpolitische Projekt. "Die Nachfrage war groß, für den nächsten Kursus ab April 2010 gibt es schon eine Warteliste", so Zurheide. Die angenommene Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt liegt zwischen 60 und 70 Prozent - durchaus realistisch, wie Brigitte Ramp aufgrund der Erfahrungen aus anderen Projekten glaubt.

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