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Hopp: Arge-Präsenz ist unverzichtbar

Wankendorf - Die Ankündigung der Arge, die Bürozeiten in Wankendorf zu streichen, stößt auf Ablehnung von Amtsvorsteher Claus Hopp. Das sei für die Betroffenen aus "menschlichen, sozialen und aus Gründen des Schamgefühls" nicht hinzunehmen, heißt es in einem Schreiben Hopps an Landrat Volkram Gebel, Kreispräsident Peter Sönnichsen und den Arge-Geschäftsführer Gerhard Kerssen.

Wie berichtet, steht ein Arge-Mitarbeiter in der Amtsverwaltung mittwochs den rund 140 Bedarfsgemeinschaften, die im Wankendorfer Raum Hilfeleistungen beziehen, zur Verfügung. Sie müssten ihre Angelegenheiten im Jobcenter in Plön regeln, wenn die Trägerversammlung der Arge die Schließung wie erwartet im Dezember beschließt.

Amtsvorsteher Hopp kritisiert die Benachteiligung des ländlichen Raumes. Die Präsenz der Arge vor Ort bei den Betroffenen sei aus menschlichen und sozialen Gründen unverzichtbar. Die Gesellschaft drohe durch solche Entscheidungen noch weiter auseinanderzufallen. Hopp warnte vor einer weiteren Verstärkung der Armut im ländlichen Raum, die durch Immobilität und Langzeitarbeitslosigkeit geprägt sei. "Das Abziehen jeder Einrichtung aus dem Amt Bokhorst-Wankendorf schwächt auch den Kreis." Hopp verweist zudem auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Amtsverwaltung und Arge. Man habe der Behörde sogar angeboten, die Kooperation weiter zu verstärken und Tätigkeiten wie Beratung und das Ausfüllen von Anträgen zu übernehmen. Das sei abgelehnt worden mit der Begründung, man könne die Mitarbeiter der Amtsverwaltung nicht entsprechend schulen. Der Vorteil für die Menschen wäre gewesen, dass sie nicht nur mittwochs, sondern während der gesamten Öffnungszeit der Amtsverwaltung einen Ansprechpartner gehabt hätten.

Hopp kritisierte weiterhin die Informationspolitik der Arge. Man habe von der geplanten Schließung erst aus den Kieler Nachrichten erfahren.

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