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Sicherheit in Arge-Büros nicht gewährleistet

Plön - Der Geschäftsführer der Arge, Gerhard Kerssen, hat die bevorstehende Schließung der Büros in Wankendorf und Schönberg als "vernünftig und vertretbar" verteidigt. Die Qualität der Beratung werde zunehmen, sagte Kerssen gestern in einem Pressegespräch.

Wegen der wechselnden Besetzung in Schönberg und Wankendorf hätten die Kunden dort keinen persönlichen Ansprechpartner gehabt, so Kerssen. Man habe sich auf die reine Datenerfassung beschränken müssen. Die Folge: Die Kunden hätten zusätzlich erneut in das zuständige Job-Center (Heikendorf oder Plön) eingeladen werden müssen. Das sei eine vermeidbare Doppelarbeit.

Die Kritik, den betroffenen Harzt-IV-Empfängern entstünden nun zusätzliche Fahrtkosten, wies Kerssen zurück. Wer von der Arge zu einem Gespräch eingeladen werde, erhalte seine Fahrkosten ohne Probleme erstattet. Kerssen gestand zu, dass vor allem der Standort Schönberg ein hohes Publikumsaufkommen habe. Bei den 130 Gesprächen im vergangenen Juni hätte es aber nur in 37 Fällen ein ernsthaftes Anliegen gegeben. Alle anderen Dinge wie die Abgabe von Unterlagen oder Kopien hätten auch auf dem Postweg erledigt werden können. Der Arge-Geschäftsführer griff seinerseits die Gemeinde Schönberg und ihren Arbeitsmarktdienstleister Pro-Arbeit an. Der würde seine Teilnehmer mit "Banalitäten" zu den Fachkräften der Arge schicken.

Außerdem könne Kerssen den Schutz seiner Mitarbeiter, die stundenweise in einem Büro in der Wankendorfer Amtsverwaltung und im Schönberger Rathaus sitzen, nicht gewährleisten. Ihre Sicherheit sei wegen der abseits gelegenen Räume und einer fehlenden Alarmanlage nicht gewährleistet.

Anriffslustig zeigte sich Kerssen auch gegenüber Kreispolitikern, die den Rückzug der Arge aus Wankendorf und Schönberg kritisierten. Das seien ausgerechnet diejenigen, die an der Arbeit der Behörde bislang kein Interesse gezeigt hätten.

In Schönberg sind 280 Bedarfsgemeinschaften von der Schließung betroffen, in Wankendorf 142. Die Trägerversammlung der Arge, die je zur Hälfte mit Vertretern der Arbeitsagentur und des Kreises Plön besetzt ist, entscheidet formell im Dezember über die Aufgabe der Standorte. Sowohl der Kreis als auch die Arbeitsagentur wollen sich von den Bürozeiten in den beiden Gemeinden trennen. Die Umsetzung erfolgt im nächsten Jahr.

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