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Projekt Maritime Wirtschaft gegen Arbeitslosigkeit

Plön - Im Oktober startete die Beschäftigungsagentur "Neuland" mit 22 Arbeitssuchenden aus verschiedenen Berufsfeldern die Erstellung der Internetpräsenz "Mare-Team.net" im Rahmen des von der Arge Kreis Plön initiierten Projektes "Maritime Wirtschaft". Die Idee, die eigentlich dahinter stand, war, Tätigkeitsbilder für die maritime Wirtschaft zu erstellen, um Berufe für diese Zielgruppe zu generieren, erklärte Arge Geschäftsführer Gerhard Kerssen. So fänden sich besipielsweise auf Yachten vielfältige Dienstleistungen wieder wie das Warten von Maschinen oder Servieren von Speisen und Getränke.

Das Projekt verlief jedoch so erfolgreich, dass diese Ursprungsidee nicht zum Abschluss gebracht werden konnte. Bereits vor Ende der Maßnahme fand die Hälfte der Teilnehmer einen Arbeitsplatz, so Kerssen erfreut. Er geht weiter von einer Vermittlungsquote von 60 bis 70 Prozent aus.

Foto mit Begleittext

 
Bild mit Vorstellung der Webseite
 

Während der Maßnahme wurden die Stärken und Qualifikationen der einzelnen Teilnehmer herauskristallisiert und entsprechend gefördert, um dann passgenau nach einer geeigneten Arbeitsstelle zu suchen, so Martin Ingber von Neuland, der die Teilnehmer während des Projektes begleitet hat. Der Schlüssel für diesen Erfolg sei die Motivation der Teilnehmer. "Alle nahmen freiwillig teil", so Martin Ingber, "das war uns wichtig." Aber auch, dass ein Außendienstmitarbeiter Teilnehmer bezogen nach Arbeitsplätzen sucht, habe sicher zum Erfolg beigetragen, erklärte Kerssen. Aus der Projektgruppe sind mittlerweile regelrechte Profis geworden. "Wir hatten alle keine Ahnung wie man eine Internetseite baut", so Ulf Würdemann aus der Marketinggruppe der Neuland GmbH. Auch Teilnehmer Marc Hüttmann hatte zunächst keine Vorstellung, von dem, was dort passieren sollte. "Ich habe dann aber schnell gemerkt, dass in der Gruppe viele Ideen entwickelt, verworfen und neu entdeckt wurden. Alle haben an einem Strang gezogen."

Mit der Zunahme an Ideen sei man schnell an technische Grenzen gestoßen und es war notwendig, neue Programme und Technik anzuschaffen. Auch die Ansprüche der Gruppe an sich selbst und an das Portal wuchsen ständig weiter. Das Projekt bot den Teilnehmern die Chance, sich nicht nur berufliche Perspektiven zu erarbeiten, sondern auch sich persönlich zu entwickeln. Es bildeten sich verschiedene Teams: Eine Gruppe kümmerte sich um Text und Recherche, eine andere um Rechtsfragen und die "Techniker" erstellten die Seiten. Entstanden ist ein Portal, dass über touristische Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote, Gastronomie, Handel und Industrie im Kreis Plön informiert.

Mitte Juni läuft das Projekt aus. Wie es dann mit der Internetseite weitergeht, ist noch nicht ganz geklärt, aber Kerssen ist zuversichtlich, dass sich ein Weg finden wird.

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