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Schönberg hält sich FITT auf dem Arbeitsmarkt

In der über 20-jährigen Geschichte Schönberger Arbeitsmarktpolitik ist der aktuelle Förderbescheid der dickste Brocken, den die Gemeinde bisher für ein Projekt auf einen Schlag erhalten hat: 792.000 Euro stehen für das neue Projekt zur Verfügung, das gemeinsam vom gemeindeeigenen Dienstleistungscenter pro Arbeit und der Arge Kreis Plön entwickelt wurde. Unter dem Titel FITT sollen Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen ihren Weg zurück in den Arbeitsalltag finden. Das Projekt beginnt im August, bietet 20 Plätze und ist zunächst auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt.

Schönberg gewann damit als eine von drei Gemeinden den landesweiten Ideenwettbewerb zur Bekämpfung der Sockelarbeitslosigkeit. Der war eine der ersten Aktionen der Landesregierung im Rahmen des Ende März vorgestellten "Zukunftsprogrammes Arbeit".

Danach werden nicht mehr einzelne Maßnahmen, sondern Projekte gefördert. Dass die Schönberger Idee als eine von dreien als förderwürdig ausgewählt wurde, ist für Bürgermeister Wilfried Zurstraßen und Gerhard Kerssen von der Arge Kreis Plön ein Beleg für den modellhaften und innovativen Charakter dieses Konzeptes. Insgesamt hatten sich landesweit 43 Projektträger um die Förderung bemüht.

Foto mit Begleittext

 
Bild der Teilnehmer
Foto: Schmidt
Jürgen Dräbing (von links), Sven Grapatin und
Bürgermeister Wilfried Zurstraßen von der Gemeinde Schönberg
sowie Doreen Schawe und Gerhard Kerssen von der Arge Kreis Plön
sind stolz auf ihr gemeinsames Projekt FITT, das mit 792.000 Euro gefördert wird.
 

FITT - Was steckt nun hinter diesen vier Buchstaben? Die stehen für Fitness, Interaktion, Team und Talent und drücken den ganzheitlichen Ansatz der Projektidee aus. Denn in diesen vier Bereichen soll ein Projektteam, jeweils ein Diplompsychologe, Erzieher und Sozialpädagoge, die Teilnehmer individuell betreuen, schulen und begleiten, damit sie ihren Weg aus der Arbeitslosigkeit heraus finden.

Dieses eigens dafür einzustellende Projektteam wird in Abstimmung mit Doreen Schawe von der Arge Kreis Plön die einzelnen Teilnehmer auswählen, denn ein enger Kontakt und Kenntnisse der persönlichen Voraussetzungen des Einzelnen sind notwendig für diese individuelle Hilfe zur Selbsthilfe. Es geht vor allem darum, die Stärken eines jeden herauszuarbeiten. So kann gemeinsam ein Handlungsplan aufgestellt werden, wie die Hemmnisse abgebaut werden können, erläuterte Gerhard Kerssen von der Arge Kreis Plön den individuellen Förderansatz des Konzeptes. Das kann ein Training in Kommunikation ebenso sein wie ein Fitness-Programm in Absprache mit dem örtlichen Sportverein. Ein wesentlicher Schwerpunkt hierbei ist die Kinderbetreuung.
Die Zielgruppe von FITT sind Menschen, die mehr als 24 Monate arbeitslos sind und durch Resignation, psychische oder körperliche Hemmnisse nicht in Arbeit vermittelt werden können. Aus Sicht von Arge-Geschäftsführer Gerhard Kerssen kommt nahezu jeder der rund 1.800 Langzeitarbeitslosen im Kreis Plön für diese Maßnahme in Frage.

Die Einsatzfelder für die Teilnehmer sind vielfältig und hängen von der Zusammensetzung und den persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmer ab, erklärt Bürgermeister Wilfried Zurstraßen. Arbeitsmarktförderung funktioniert nicht ohne Einbindung der Wirtschaft und die ist in Schönberg hinlänglich erprobt. So werde es auch für Praktika im Rahmen des Kommunalen Bündnisses für Arbeit ausreichend Partnerbetriebe geben, kündigte Zurstraßen an.

Die Mitarbeiter des Projektteams werden derzeit noch gesucht. Interessenten können sich auch im Internet informieren oder Kontakt aufnehmen unter www.schoenberg.de.

Verfasserin: Astrid Schmidt

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