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FITT-Projekt wird "fett" gefördert

Schönberg - Die Gemeinde Schönberg betreibt seit über 20 Jahren erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik. Der innovative und beispielhafte Charakter dieser Arbeit bestätigte sich jetzt erneut: Jetzt gab's einen Förderbescheid über 792.000 Euro für das Projekt "FITT" - in der Geschichte der Schönberger Arbeitsmarktförderung die bisher größte (einmalige) Summe, mit der ein Projekt unterstützt wird.

Das in Zusammenarbeit mit der Arge Kreis Plön entstandene Konzept gehört zu den drei Gewinnern des landesweit ausgeschriebenen Ideenwettbewerbes. 43 Projekte waren insgesamt eingereicht worden. Vorgabe: Innovative Maßnahmen zur Bekämpfung der Sockelarbeitslosigkeit.

Mit "FITT" sollen Menschen, die länger als 24 Monate arbeitslos und gleich mehrfach von Vermittlungshemmnissen (Resignation, fehlende körperliche und psychische Voraussetzungen) betroffen sind, wieder zurück in den Arbeitsalltag finden. 20 Plätze stehen ab August über eine Laufzeit von zwei Jahren hierfür bereit.

"FITT" steht für den ganzheitlichen Ansatz dieser Projektidee: Fitness, Interaktion, Team und Talent. In diesen vier Bereichen werden ein Diplom-Psychologe, ein Sozialpädagoge und ein Erzieher individuell mit den Teilnehmern arbeiten. Dieses eigens dafür einzustellende Projektteam wird in Abstimmung mit Teamleiterin Doreen Schawe von der Arge Kreis Plön bereits die Teilnehmer auswählen, denn ein enger persönlicher Kontakt sind Voraussetzungen für diese individuelle Hilfe zur Selbsthilfe. Wir wollen vor allem die Stärken eines jeden herausarbeiten und gemeinsam einen Handlungsplan aufstellen, wie Hemmnisse abgebaut werden können, erläuterte Gerhard Kerrssen von der Arge Kreis Plön den individuellen Förderansatz des Konzeptes.

Die Einsatzfelder seien dabei so vielfältig wie die Zusammensetzung des Teilnehmerkreises, sieht der Schönberger Bürgermeister, Wilfried Zurstraßen, eine hohe Flexibilität als ein Plus für die Projektgestaltung. Man werde schwerpunktmäßig Arbeitsfelder im touristischen, musealen oder Bereich suchen, könne sich aber auch eine Ausbildung zur Tagespflegekraft vorstellen. Ein besonderer Schwerpunkt der Projektarbeit liegt auf der Betreuung der Kinder von Arbeitnehmern, denn das sei häufig der Hinderungsgrund für eine Vermittlung. Arbeitsmarktförderung funktioniert nicht ohne Einbindung der Wirtschaft und die ist in Schönberg hinlänglich erprobt. So werde es auch für Praktika im Rahmen des Kommunalen Bündnisses für Arbeit ausreichend Partnerbetriebe geben, kündigte Zurstraßen an.

Verfasser: asc

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