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16.03.2005 - Stadtmagazin Preetz

"arge-Erfolg steht und fällt mit der wirtschaftlichen Entwicklung"

Landrat Dr. Gebel besuchte die Job-Center im Kreis

Preetz. Seit rund elf Wochen ist die Arbeitsgemeinschaft SGB II im Kreis Plön, kurz arge genannt, zuständig für die Umsetzung der Arbeitsmarktreform Hartz IV. Um sich persönlich ein Bild von dem bisher Erreichten zu machen, besuchte Landrat Dr. Volkram Gebel Anfang März gemeinsam mit dem arge-Geschäftsführer Gerhard Kerssen die Job-Center in Lütjenburg, Heikendorf, Plön und Preetz und sprach mit Mitarbeitern und Arbeitslosengeld II-Empfängern. Die Mitarbeiter beweisen großes Engagement und eine hohe Motivation bei dieser sicherlich nicht einfachen Aufgabe, lautete ein erstes Fazit des Landrats, der zugleich stellvertretender Vorsitzender der Trägerversammlung ist. Dr. Gebel betonte allerdings, dass auch die Job-Center keine Arbeitsplätze schaffen könnten: Die Erfolgsquote der arge steht und fällt mit der wirtschaftlichen Entwicklung.

Noch gebe es keine genauen Zahlen, wie viele Menschen im Kreis Plön zum Bezug des ALG II berechtigt seien, erklärte Gerhard Kerssen. Während man bei der Bundesagentur für Arbeit ursprünglich noch von 3.300 Bedarfsgemeinschaften ausgegangen sei, habe man diese Zahl inzwischen nach oben korrigieren müssen. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften wird mittlerweile mit 4.500 beziffert - eine Angabe, die belegt, dass man im Kreis Plön mit den eigenen Einschätzungen vom Jahresende 2004 auf dem richtigen Weg war. Durch diese Steigerung von ungefähr 25 Prozent werden wir den angestrebten Betreuungsschlüssel, bei dem sich ein Fallmanager um etwa 150 Menschen kümmern sollte, so schnell nicht erreichen, sagte Kerssen. Nachdem in den Job-Centern die ersten Klippen der recht provisorischen Startphase nun überwunden seien, bestünde noch Bedarf bei der Einarbeitung der Mitarbeiter, die aus den Sozialämtern und der Arbeitsagentur kommen und so unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.

Foto mit Begleittext

 
Bild (von Links) Bürgermeister Wolfgang Schneider, Landrat Dr. Volkmar Gebel, Gabriele Graap, Gerhard Kerssen
(von Links) Bürgermeister Wolfgang Schneider, Landrat Dr. Volkmar Gebel,
Gabriele Graap, Gerhard Kerssen
Foto: Thomsen
 

Verschiedenes müsse noch geprüft werden, zum Beispiel wie groß der Bedarf in Schönberg sei und ob die dort angebotenen Sprechstunden ausreichten, erklärte Dr. Gebel. Er habe den Eindruck, dass an allen Standorten ein besonderer Pioniergeist herrsche. Die arge-Mitarbeiter hätten eine schwierige Aufgabe zu erfüllen, denn der von ihnen betreute Personenkreis sei mit Existenzängsten konfrontiert. Wie auch die Mitarbeiter des Preetzer Job-Centers bestätigten, hätten die Kunden auf die provisorische Startphase mit Geduld und Verständnis reagiert. Bisher seien, so der Stand vom 2. März, rund 30 Personen mit Hilfe der arge in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt worden, erklärte Gerhard Kerssen. In der Trägerversammlung soll nun analysiert werden, in welchen Branchen noch ein Wachstum zu erwarten sei und wie zum Beispiel über Ein-Euro-Jobs oder Lohnkostenzuschüsse Vermittlungen in Arbeit möglich sein könnten.

Verfasserin: Claudia Thomsen

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